WorkshopS

21. August • Straßburg

29. August • Düsseldorf

Die Teilnehmer von FUTURA C nehmen immer an zwei Workshops teil, einen in Frankreich und einen in Deutschland. Die beiden Workshops ergänzen sich thematisch: der eine konzentriert sich auf Nachhaltigkeit, das andere am Einbeziehung. Diese Struktur stellt sicher, dass die Teilnehmer ein ganzheitliches Verständnis dafür erlangen, wie man kulturelle Veranstaltungen gestaltet, die sowohl umweltverträglich als auch sozial inklusiv sind, und gleichzeitig starke grenzüberschreitende Verbindungen zu anderen Fachleuten aufbauen.

Workshop 1/2

21. August 2026

10:00 - 16:00

📍Kaleidoscoop • Straßburg (Frankreich)

Teil des pulsierenden »Fluctuations Festival«

„Fluctuations“ ist ein Wanderfestival, das den Flüssen Europas folgt. Komm doch vorbei und erlebe es selbst! Es erwarten dich Konzerte, DJ-Sets, zum Nachdenken anregende Vorträge, Mitmach-Workshops, ein Festivalgelände voller Projekte, die zum Handeln inspirieren, und ein Food-Court mit pflanzlicher Küche, der ein wahrer Genuss ist. Jeder Halt ist eine neue Stadt, eine neue Atmosphäre, ein Ausbruch kollektiver Energie am Ufer.

Berücksichtigung kultureller Rechte für mehr Inklusion

Über den Workshop

Wusstest du, dass kulturelle Rechte genauso gelten wie das Recht auf Nahrung, Wohnen, Arbeit oder soziale Sicherheit?

Obwohl kulturelle Rechte ein wesentlicher Bestandteil der grundlegenden Menschenrechte sind, werden sie nach wie vor nicht überall anerkannt, geachtet und/oder umgesetzt.

Ihre Berücksichtigung ist jedoch unerlässlich, um die Menschenwürde zu wahren und die Fähigkeiten sowie die Handlungsfähigkeit jedes Einzelnen zu fördern. Dies ist eine ethische und demokratische Notwendigkeit, die Inklusion und den sozialen Zusammenhalt fördert.

Guten Morgen

  • Kontext und internationaler Rechtsrahmen der kulturellen Rechte
  • Erforschung der acht kulturellen Rechte und ihrer Auswirkungen in Theorie und Praxis mithilfe aktiver Lernmethoden

Guten Tag

  • Ermittlung und Analyse beruflicher Situationen im Hinblick auf den Rahmen für kulturelle Rechte sowie Fallstudien zu verschiedenen Gruppen

Workshop-Leitende:

Nach 15 Jahren Erfahrung im Kunst- und Kultursektor, in denen sie sowohl mit gemeinnützigen Organisationen als auch mit Institutionen in Frankreich und Kanada zusammengearbeitet hat, gründete Cécile Haeffele eine Kulturberatung, um zu untersuchen, wie künstlerische Initiativen neue Formen der Zusammenarbeit zwischen Akteuren der Zivilgesellschaft – darunter Künstler, Unternehmen, Anwohner und Kommunalbehörden – schaffen und deren individuelle sowie kollektive Entwicklung fördern können.

Seit April 2020 leitet sie das Netzwerk TOT OU T’ART.

Über die Organisation

Gegründet im Jahr 2001, ist die Verein „Tôt ou t’art“ koordiniert ein Netzwerk von Organisationen, die in den Bereichen Soziales, Gesundheit, Justiz und Kultur im Elsass tätig sind, mit dem Ziel, kulturelle und künstlerische Aktivitäten zu einer treibenden Kraft für soziale Inklusion und Zusammenhalt zu machen. Mit 150 Kunst- und Kulturschaffenden, rund 460 sozialen und medizinisch-sozialen Organisationen sowie fast einem Dutzend Kommunalbehörden, die fast 70.000 Menschen in prekären Lebenssituationen unterstützen, bietet dieses Ressourcenzentrum von „Cultures & Solidarity“ Instrumente für Kommunikation, Ticketverkauf, Fortbildung und Unterstützung.

Das ganze Jahr über organisiert der Verein wichtige Veranstaltungen (Foren, Konferenzen, Seminare), um das gegenseitige Verständnis zu fördern und Fachkräfte aus dem sozialen und kulturellen Bereich weiterzubilden.

Wir alle sind kulturelle Wesen! Tôt ou t’art unterstützt seine Mitglieder dabei, die kulturellen Ressourcen der Menschen zu erkennen, um ihnen den Zugang zu Nahrungsmitteln, Gesundheitsversorgung, Beschäftigung und vielem mehr zu ermöglichen. Wir arbeiten mit Akteuren aus dem Kulturbereich zusammen, um die Teilhabe von Menschen in prekären Lebenssituationen am kulturellen Leben zu stärken und sicherzustellen, dass kulturelle Organisationen die Vielfalt der Gesellschaft widerspiegeln.

Workshop 2/2

29. August 2026

📍Düsseldorf (Deutschland)

Teil der »Chance Festival«

Das CHANCE Festival ist ein deutsch-französisches Pop- und Demokratiefestival im Düsseldorfer Hofgarten. Mit Konzerten, Vorträgen und Workshops schafft es bei freiem Eintritt einen offenen Raum für Begegnungen, kulturellen Austausch und demokratischen Dialog - und macht europäische Zusammenarbeit und gesellschaftliche Teilhabe erlebbar.

Alles bleibt anders – Nachhaltigkeit als Chance für Kulturorganisationen

Über den Workshop

Nachhaltigkeit wird für Kulturorganisationen zu einem immer wichtigeren Thema, doch viele Teams wissen nicht, wo sie anfangen sollen. Angesichts begrenzter Ressourcen, des Tagesgeschäfts und wachsender Erwartungen seitens der Förderer, des Publikums und der Gesellschaft kann es schwierig erscheinen, den Weg zu einer nachhaltigen Transformation zu finden.

Dieser interaktive Workshop bietet eine praktische Einführung in das Thema Nachhaltigkeit im Kultursektor. Die Teilnehmenden setzen sich damit auseinander, wie Nachhaltigkeit in Organisationsstrukturen, Programme und Entscheidungsprozesse integriert werden kann, ohne dabei den Blick für den künstlerischen und gesellschaftlichen Auftrag aus den Augen zu verlieren.

Durch eine Kombination aus Beiträgen, Reflexion und gemeinsamen Übungen lernen die Teilnehmenden, wie sie wichtige Interessengruppen identifizieren, gemeinsame Ziele formulieren, ihre aktuelle Situation einschätzen und realistische Maßnahmen für Veränderungen entwickeln können. Der Workshop konzentriert sich darauf, Impulse zu setzen und Organisationen dabei zu unterstützen, ihren eigenen Weg zu nachhaltigeren und inklusiveren Praktiken zu finden.

Die Teilnehmer nehmen konkrete Werkzeuge, neue Perspektiven und umsetzbare Ideen mit, die sie direkt in ihren eigenen Organisationen und Projekten anwenden können.

Workshop-Leitende:

Jochen Leuf ist Kulturmanager, Musiker und Nachhaltigkeitsexperte mit mehr als zwanzig Jahren Erfahrung in der Entwicklung von Kulturprojekten und -organisationen.

Als Mitbegründer und künstlerischer Leiter von Kulturkarawane hat er zahlreiche partizipative Kulturformate ins Leben gerufen, die öffentliche Räume in Orte der Begegnung, der Kreativität und des Dialogs verwandeln. Seine Arbeit verbindet künstlerische Visionen mit strategischem Management und einem starken Engagement für Barrierefreiheit, Inklusion und Nachhaltigkeit.

Bevor er sich dem Kulturmanagement zuwandte, war Jochen international als zertifizierter Reiseleiter und Kulturvermittler tätig und konzipierte und leitete Reisen, die Menschen mit lokalen Kulturen und Gemeinschaften in Kontakt brachten. Diese Erfahrungen prägen bis heute seinen Ansatz: Sinnvolle Kulturarbeit beginnt mit Zuhören, Teilhabe und der Schaffung von Räumen, in denen unterschiedliche Perspektiven aufeinandertreffen können.

Als zertifizierter Transformationsmanager für nachhaltige Kultur (IHK) unterstützt Jochen Organisationen dabei, ökologische, soziale und wirtschaftliche Nachhaltigkeit in ihren Alltag zu integrieren. Seine Workshops verbinden praktische Methoden mit Erfahrungen aus der Kulturbranche und helfen den Teilnehmern so, ehrgeizige Ziele in umsetzbare Maßnahmen zu verwandeln.

Über die Organisation

Kulturkarawane ist eine gemeinnützige Kulturorganisation mit Sitz in Trier. Seit 2014 entwickelt sie Kulturprojekte, die Menschen zusammenbringen und zugängliche Räume für die Teilhabe am öffentlichen Leben schaffen.

Ausgehend von dem Grundsatz, dass Kultur ein Menschenrecht ist, konzipiert und realisiert Kulturkarawane musikbasierte Kulturprogramme, Initiativen zur Stadtgestaltung und gemeinschaftsorientierte Veranstaltungen, die unterschiedliche Zielgruppen zusammenbringen und den sozialen Zusammenhalt stärken. Die Organisation arbeitet mit Kommunen, Kulturinstitutionen, Künstler*innen und zivilgesellschaftlichen Organisationen zusammen, um öffentliche Räume zu beleben und Kultur über die traditionellen Veranstaltungsorte hinaus sichtbar zu machen.

Nachhaltigkeit, Inklusion und Teilhabe stehen im Mittelpunkt ihrer Arbeit. Im Rahmen lokaler, nationaler und europäischer Projekte untersucht die Kulturkarawane, wie Kulturorganisationen zu widerstandsfähigeren, demokratischeren und stärker vernetzten Gemeinschaften beitragen können und gleichzeitig sicherstellen, dass kulturelle Angebote für alle zugänglich bleiben.

Solidaritätsbeitrag

FUTURA C zugänglich machen und gleichzeitig die langfristige Nachhaltigkeit des Projekts unterstützen, wir arbeiten mit einem solidarischen Beteiligungsmodell.

Sie können die Beitragshöhe wählen, die Ihrer finanziellen Situation am besten entspricht (ab 20 €). Alle gewählten Beträge dienen der Unterstützung der Organisation der Workshops, der Maßnahmen zur Barrierefreiheit und der nachhaltigen Mobilität im Rahmen des Projekts.

Die geäußerten Ansichten und Meinungen sind jedoch ausschließlich die des Autors/der Autoren und spiegeln nicht unbedingt die der Europäischen Union oder der Europäischen Exekutivagentur für Bildung und Kultur (EACEA) wider. Weder die Europäische Union noch die EACEA können für sie verantwortlich gemacht werden.